Pfadi als Plus für Wikipedia und Anschauungsbeispiel von Medienkompetenz neuer Generationen
später essay von Pawel Straub:
Zum Einen nahm es mich Wunder, ob Netzwissen über Pfadi vorhanden ist und speziell bei Wikipedia, ob es qualitativ überzeugen kann. Zum Anderen wollte ich auf die Medien-kompetenz von Jugendlichen am Beispiel einer Pfadiabteilung eingehen. Zu meinem Hintergrund: Ich bin seit langem in einer Pfadfinderbewegung und habe dort in den verschiedensten Bereichen mitgeholfen. Durch mein Interesse bezüglich diesem Themengebiet wollte ich das nun so verbinden.
Zu meinem ersten Punkt:Wikipedia führt einen relativ langen Bericht zum Thema Pfadi / Pfadfinder, in welchem gut strukturiert die Entstehungsgeschichte und Ausbreitung der Pfadibewegung, die Organisation Weltweit und speziell in Deutschland und diverse andere kleinere Themen. Der Eintrag über die Pfadi Bewegung Schweiz (PBS) war dann wieder weniger spektakulär, doch diese ist mit ihrer eigenen Homepage verlinkt und dadurch schon genügend im Internet vertreten. Nachdem ich den Bericht studiert hatte, konnte ich mein schlechtes Bild, das ich an der Universität vermittelt bekommen habe etwas revidieren. Der Bericht soll als Beispiel für einen guten Bericht hinhalten und euch auch zeigen, wieso Wikipedia oft das Nachschlagwerk Nummer eins ist, wenn man sich so auf die Schnelle informieren will. Als kleine Anmerkung ist noch zu sagen, dass die Informationen des Berichts sehr allgemein gedacht sind und, dass jede Pfadi die einzelnen Punkte individuell angepasst verwendet, doch stets dem höheren verbunden. Des weiteren ist „sie“ oder „es“ wohl nach wie vor die grösste Enzyklopädie mit Berichten von „Snickers“ bis „Aristoteles“ und von „Amöbe“ bis „Nokia“. Doch Pfadi ist auch durch andere Internetseiten online vertreten, so hat fast jeder Pfadiverband und sogar annähernd jede Pfadiabteilung eine eigene Homepage.
Zu meinem zweiten Punkt: Selbst in der Pfadi haben sich neuere Medien, welche durch die technische Entwicklung stets verbessert wurden und auch immer besser und einfacher zugänglich geworden sind, eingenistet. Als ich in den frühen 90er Jahren zur Pfadi kam, kannte man das Internet zum einen noch nicht und zum anderen konnte man sich nicht vorstellen, etwas so technisches mit der Pfadi zu verbinden. Ein Beispiel: Für die Übungen, welche stets an Samstagnachmittagen stattfanden (und noch stattfinden), gab es damals einen angeschlagenen Zettel in verschiedenen Schulhäusern, auf welchem stand, wo man sich zu welcher Zeit mit welcher Ausrüstung befand und wo man dann wieder abgeholt werden konnte. Heutzutage gibt es diese Zettel nicht mehr in Schulhäusern, sondern nur noch im Internet auf der Pfadi-Homepage. Man geht davon aus, dass alle Pfadis oder deren Eltern über eine genügend gute Medienkompetenz verfügen, diese Seite aufzurufen und sich über die nächste Übung zu informieren. Als sich dieses Verfahren etabliert hatte, konnte man auch weitere Teile, die durch den technischen Fortschritt möglich wurden, für die Pfadi nutzen und somit in digitaler Form übernehmen. Ein weiteres Beispiel ist das Etat, das man früher mühsam zusammen tragen musste, denn die einzelnen Gruppen hatten jeweils ein eigenes Etat mit einer Telefonliste zusammengestellt, welches nicht weitergeleitet wurde. Das heisst jemand musste all diese Listen sammeln und diese zusammentragen. Das mühsame an der ganzen Sache waren eigentlich nicht die vielen Leute, sondern die vielen Änderungen. So musste man früher bei Leuten, die neu hinzu gekommen waren oder solche, die aus der Pfadi ausgetreten waren, eine schriftliche Notiz an die verantwortliche Stelle senden. Heute ist mindestens einer der Gruppen im Stande mit einem Passwort sich in die Pfadi-Homepage einzuloggen und allfällige Änderungen gleich selbst vorzunehmen. Auch diverse Fotogallerien von unzähligen Lagern und sonstigen Anlässen kann man im Internet anschauen. Gewisse Gruppen haben derzeit schon eigene Homepages oder man erstellt Homepages für spezielle Projekte, wie wir das getan haben bei einem Projekt, das sich „Lys d’Or“ nennt.Durch die rasante Entwicklung der medialen Möglichkeiten lernten die meisten Jugendlichen von sich aus diese Medien zu verstehen. Sie erlernten das nötige Wissen durch eigenes Versuchen einerseits und durch Schulkameraden, die Familie und in meinem Beispiel auch durch Freunde, mit welchen man die Freizeit verbringt.
Es ist, wie an meinem Beispiel einfach zu sehen, für die heutige Jugend etwas selbstverständliches eine gewisse Medienkompetenz zu haben und bei allfälligen Defiziten ist es sehr einfach diese zu erlangen. In Anbetracht dessen, dass es Personen in der Politik gibt, welche es für notwendig halten, dass bereits Kinder im Kindergarten oder in der frühen Primarschule mit Computern in Kontakt treten sollen, dann kann ich dem nur entgegensetzen, dass es ganz und gar NICHT von irgendeiner Notwendigkeit ist, denn neue Generationen erlernen so ziemlich alles notwendige in ihrer Freizeit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pfadi
http://de.wikipedia.org/wiki/Pfadibewegung_Schweiz